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Ausgabe 253: Näher betrachtet
 
Editorial

Kaum ein anderes Medium hat durch umfangreiche Interviews, Analysen sowie Berichte über neueröffnete ethnologische Museen seit vielen Jahren den dringend notwendigen Selbstfindungsprozeß der sog. Weltmuseen wohlwollend und kritisch zugleich begleitet wie MUSEUM AKTUELL.

Manche Neubesetzung hatte schwerwiegende Folgen, nicht jedes, mit chicen Reizwörtern verkaufte neue Konzept entpuppte sich als gute Lösung. Durch Aktivisten verunsichert, erhoffte man mit akrobatisch anmutender Semiotik in der Umbenennung alt eingeführter Museumsnamen, vorbei an den Interessen der meisten Besucher und vieler Freundeskreismitglieder, ein neues Zeichen zu setzen. Zwingend waren diese enorm teuren Umbenennungsaktionen nicht: Trotz aller notwendigen Änderungen des Blickwinkels muß es nach wie vor wichtige Aufgabe der sog. Weltmuseen bleiben, Kunde von den Völkern zu geben. Auch darüber haben wir in vielbeachteten Analysen berichtet. Abgeschlossen wird dieser uns sehr wichtige, jahrelang behandelte Schwerpunkt mit einer Analyse der Hamburger Tagung vom Frühjahr und außerdem mit den Interviews zweier Protagonisten des Humboldtforums in der nächsten Ausgabe. Denn die ethnologischen Museen begeben sich inhaltlich auf den richtigen Weg.

Trotz vieler guter Ansätze, die weit ins 19. Jh. zurückreichen (Alexander von Humboldt), währt dieser Selbstfindungsprozeß, der noch auf längere Sicht spektakuläre Tagesmeldungen erzeugen wird, aber eigentlich viel zu lange, nämlich mittlerweile fast 50 Jahre. Denn die deutsche Ethnologie hat ein Tabu, nämlich ihre viel zu langsame Aufarbeitung des Kolonialismus. In anderen Ländern ist dieses Thema noch gar nicht zur Sprache gekommen. Und in Frankreich zog Macron Konsequenzen, ohne die Folgen seiner Entscheidung zu kennen. Einsichtig geworden durch voreilige Restitutionen ehemals jüdischen Besitzes, gilt es bei uns, zuerst zu forschen und das Ausmaß heikler Akquise und die Legitimierung der Rückfordernden erst einmal zu festzustellen. So richtig dieser Gedanke ist, offenbart sich durch die viel zu geringe finanzielle Förderung ‒ für die gesamte Provenienzforschung an kunst- und kulturgeschichtlichen Museen gibt es in Deutschland gerade einmal 50 Festanstellungen ‒ gleichzeitig das Geheimziel einiger Träger, die eine oder andere Konsequenz hinauszuzögern. Das größte Problem sind daneben Inventarisationsdaten, die, etwa als „Altbestand“, überhaupt keine Pedigrees ausweisen oder als Quelle nur einen Kunsthändler angeben.

Das Thema wird Museen also noch sehr lange beschäftigen. Wir aber möchten uns künftig auch gerne einmal wieder anderen musealen Themen zuwenden, die genauso viel Aufmerksamkeit verlangen.

Adelheid Straten

Inhalt:

Nachrichten aus der Museumswelt
Literatur
Namen
AutorInnen
Impressum
Wichtige Ausstellungen


Genauer hingesehen

Christian Müller-Straten

Übernommen
Bd. 35 der „Restauratorenblätter – Papers in Conservation“


Migrierende Menschen und Objekte

Anette Rein

Respektvolle Beziehungen vor allem, aber auch Restitution


Wissenschaftsverschränkung

Gerhard Hotz

Überraschendes Ergebnis bei der Identifikation der Basler Mumie

Zum Titelbild

Jan Massys (Antwerpen um 1509 - vor 1575 Antwerpen ?): Flora oder Venus vor Antwerpen, 1559
Öl/Eichenholz, 113,2 x 112,9 cm
Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe der Stiftung Siegfried Wedells. Inv. Nr. HK-755
Die Restaurierung von 2002/03 wurde durch die Commerzbank, Filiale Hamburg ermöglicht. Nach Anna Heinze stellen die exakt wiedergegebene Ansicht Antwerpens im Hintergrund und die Skulptur des Schutzpatrons der Stadt auf der Brüstung einen konkretem Bezug her. Anlaß für das Gemälde könnte der 1559 geschlossene Friedensvertrag gewesen sein, der den Niederländisch-Französischen Krieg beendete. Die Dargestellte wäre somit Sinnbild der Hoffnung auf einen Aufschwung und neuen Wohlstand für die Stadt Antwerpen.
© Hamburger Kunsthalle/bpk Foto: Elke Walford

 

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