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EXPONATEC-Ausgabe
 
Editorial

In dieser eher technikaffinen Ausgabe finden Sie als gedankliche Klammer zwei Beiträge, die viel mit der derzeitig diskutierten Museumsentwicklung zu tun haben. Michael Stanics zweiter Serienbeitrag handelt von dem, was Museumsträger weltweit unter Museumsneu- und anbauten verstehen. Oft können sich die Museumsverantwortlichen gegenüber Architekten und Trägern nicht durchsetzen, wenn sie funktionale Entwürfe verlangen, die ihrer täglichen Arbeit nicht im Wege stehen. Immer häufiger passiert es, daß Museumsbauten sogar ohne Sammlungen und Kuratoren entstehen. Begonnen hatte dies bei uns mit dem Jüdischen Museum in Berlin. Mittlerweile werden riesige Museen besonders auf der arabischen Halbinsel und in China für Museumsobjekte geplant, die noch gar nicht existieren. Übergangsweise behilft man sich wie in Kapstadt mit Privatsammlungen, von denen vor allem ihre Besitzer überzeugt sind. Die späteren Museumskräfte müssen sich dann mit den baulichen Absurditäten (stehendes Wasser und wanderne Irrlichter auf den Wänden wie beim Louvre Abu Dhabi, runde Wände oder klimatisch nicht beherrschbare Räumen) abfinden. Es geht Stanic aber auch um die funktional-optische Anbindung an die Umgebung, um Urbanität, die nicht bei einem eleganten Museumscafé aufhört. Die Träger scheinen indes, so seine Erfahrung, zwischen Mutlosigkeit, etwas Neues zu wagen und größenwahnsinniger Egomanie zu schwanken. Einen ästhetischen Zweckbau zu errichten, scheint gar nicht so einfach zu sein.

Auch im Tagungsbericht von Anette Rein geht es um die Zukunft der (Kultur)Museen. Sollte tatsächlich der befremdliche Versuch Schule machen, uninteressierte, museumsferne Leute künftig zu Kuratoren zu machen? Bietet nicht jede Internet-Kommentarliste, jedes Volksfest, jede Fußgängerzone, oder jede Demonstration von Rechtsaußen ein authentischeres Bild dieser „subjektiven Wissenswelten“, als das je ein Museum leisten könnte? Beabsichtigt ist jedenfalls, das Informationsmonopol von Museen zu brechen. Da ist es wieder: das politisch motivierte Mißtrauen gegenüber spezialisierten Fachleuten, die zu Objektfetischisten, Lügnern oder Spinnern abgestempelt werden. Es geht doch heute in Museen überall um Subjekte: um Lernwillige, Kulturträger, Sammler, Besucher, Fachwissenschaftler, Marketingfachleute, Aufsichtskräfte... Unsere Fachwissenschaftler und Konservatoren kümmern sich doch nur um Objekte, weil diese uns so viel zu sagen haben. Nun aber sollen ausgerechnet museumsferne Leute Themen vorschlagen, die interne oder externe Kuratoren eifrig abarbeiten? Die Idee mag in Lateinamerika gut ankommen und auch ihre Berechtigung haben. Aber brauchen wir Museen, die sich als „Vermittler“ sozialer Konflikte verstehen und „Wissenswelten“ von Nichtbesuchern erkunden und diese medial (und ohne Objekte) prominent im Haus plazieren? Wer soll sich das ansehen, und wie vertragen sich museale Ethik, Qualitätsstandards und Wissenschaftlichkeit mit solch einem „Vermittlungsauftrag“? Mehr als Lipservice und zusätzliches internes Hickhack ist von solch einem Konzept in der Realität kaum zu erwarten.

Fragen wir dann auch demnächst bestimmte Parteien, was das Volk zu sehen wünscht?


Adelheid Straten

Inhalt

4 Nachrichten
6 Literatur; Namen
49 Impressum; AutorInnen

Form: Museumsbauten

7 Michael Stanic
Future Museums, Teil II

Museumstechnik

Konservierung-Restaurierung


17 Dennis Willkommen
Mobile Applikationen für Museen: Vom Kostenfaktor zum wirklichen Mehrwert

20 Jürgen Neitzel
All-in-One-Lösung für die Museumsdigitalisierung

24 Kasra Seirafi
Apps und Besucherguides für Museen
Ein Leitfaden für den erfolgreichen Einsatz

26 Meike Herdes; Anna Schultz
Das Heartfield-Projekt im Archiv der Akademie der Künste

34 Martin Hoernes
„Sensation vom Dachboden“ ‒ Kunst neu entdeckt
Eine Projektvorstellung von KUNST AUF LAGER

39 Christian Müller-Straten
Oberflächenreinigung auf die konservatorische Art: Das Handbuch bietet jetzt State-of-the-art für die wichtigsten Materialien und Techniken

Inhalt: Das Volk als Kurator?

43 Anette Rein
Ran an die Subjekte! Die Soziomuseologie will „Museum“ neu von seinen Nichtbesuchern her definieren. Zur Tagung: „The subjective museum? The impact of participative strategies on the museum“ im Historischen Museum Frankfurt/Main vom Juni 2017

50 Wichtige Ausstellungen


Beilagenhinweis: Der Zeitschrift liegt ein Prospekt der Fa. Fluxguide, Wien, bei. Wir bitten um freundlichen Beachtung.

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